Kolkrabe

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Exploration

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Ende Oktober 2014 musste ich die Jungfrau einmal zu viel aus ihren Nöten befreien. Damals fasste ich den Entschluss, dass es mal wieder Zeit für etwas Neues ist. Ich hatte schon seit längerem meine Scan- und Hack-Skills auf Level V und wollte sie jetzt auch mal einsetzen.

Ich hatte zu der Zeit einige Videos von Jonny Pew gesehen und so wollte ich wie er mit einer Cerberus durch die Combat Sites fegen und die Piraten von ihrem wertvollen Loot erlösen.

Also habe ich mir schnell eine Cerberus zusammengeschraubt und bin damit losgezogen. Dazu hatte ich im Oktober auch schon einen Beitrag geschrieben.

cerberus

Nach nicht mal einer Woche war meine Euphorie verflogen. Ich fand nur selten Combat Sites im High Sec und wenn ich doch mal eine fand, war entweder schon jemand drin oder es landete direkt nach mir jemand in der Site. Dazu kam noch der Umstand, dass ich ständig Sites gefunden habe, in denen die Gegner nur Fregatten flogen. So schnell wie die Piraten explodierten, kam ich in meinem Kreuzer gar nicht mit dem Aufschalten neuer Ziele nach.

Um mir das Aufschalten der Ziele zu ersparen, entschied ich mich, statt meiner Raketen lieber Drohnen als Hauptwaffe einzusetzen. Die suchen sich ihre Ziele nämlich fast selbständig und brauchen nur hin und wieder mal einen Fingerzeig in die richtige Richtung.

Bei der Wahl des neuen Schiffs entschied ich mich dann für die Gila.

gila

Dieses sogenannte Drohnenboot hat einen Bonus für den Einsatz von mittelgroßen Kampfdrohnen. Zusätzlich stattete ich das Schiff noch mit Modulen aus, die den Schaden der Drohnen weiter erhöhen sollten. Bei der Verteidigung des Schiffes setzte ich auf die guten Regenerationswerte der Schilde und baute keinen Schild-Booster ein.

[Gila, Exploration]
Drone Damage Amplifier II
Drone Damage Amplifier II
Power Diagnostic System II
Damage Control II

EM Ward Field II
Adaptive Invulnerability Field II
Thermic Dissipation Field II
Experimental 10MN Microwarpdrive I
Large Shield Extender II
Large Shield Extender II

Upgraded ‚Malkuth‘ Heavy Assault Missile Launcher I, Caldari Navy Scourge Heavy Assault Missile
Upgraded ‚Malkuth‘ Heavy Assault Missile Launcher I, Caldari Navy Scourge Heavy Assault Missile
Upgraded ‚Malkuth‘ Heavy Assault Missile Launcher I, Caldari Navy Scourge Heavy Assault Missile
Upgraded ‚Malkuth‘ Heavy Assault Missile Launcher I, Caldari Navy Scourge Heavy Assault Missile
Sisters Core Probe Launcher, Core Scanner Probe I

Medium Core Defense Field Purger I
Medium Core Defense Field Purger I
Medium Core Defense Field Extender I

Hammerhead II x2
Hobgoblin II x5

Mit dieser Ausrüstung  hoffte ich, jetzt etwas enspannter durch die Sites zu kommen und den Drohnen die meiste Arbeit überlassen zu können.

Leider konnten die Drohnen aber nicht alle Probleme lösen und so hatte ich es weiterhin schwer, passende Kampfgebiete zu finden. Etwa zwei Wochen lang bin ich kreuz und quer durch den High Sec geflogen und habe nach passenden Anomalien gescannt. Als ich nach dieser Zeit nicht einmal den Wert des Schiffs „eingeflogen“ hatte, verflog meine Begeisterung für das Ausscannen von Kampfgebieten vollständig.

Stattdessen hatte ich aber schon ein neues Ziel im Auge: Data und Relic Sites. Diese hatte ich nämlich statt der eigentlich gesuchten Kampfgebiete beim Scannen der Sonnensysteme reichlich gefunden. Aber um Gewinn aus diesen Sites zu schlagen, brauchte ich wieder ein neues Schiff.

Nach einer kurzen Suche im Internet stand dann auch fest, welches: Die Astero.

astero

Nach einem kurzen Abstecher nach Jita hatte ich ein neues Schiff und mit ihm auch neuen Tatendrang. Wieder mit dabei war der schon erprobte Sisters Core Probe Launcher samt den passenden Sonden. Dazu habe ich dann noch Data und Relic Analyser sowie einen Cargo Scanner montiert. Für den Notfall hatte ich auch wieder ein paar Drohnen dabei.

[Astero, Exploration]
Damage Control II
Energized Adaptive Nano Membrane II
Small Armor Repairer II
200mm Reinforced Steel Plates II

Experimental 1MN Afterburner I
Data Analyzer II
Relic Analyzer II
Cargo Scanner II

Covert Ops Cloaking Device II
Sisters Core Probe Launcher, Sisters Core Scanner Probe

Small Gravity Capacitor Upgrade I
Small Anti-Explosive Pump I
Small Trimark Armor Pump I

Hobgoblin II x5
Warrior II x5
Acolyte II x5
Sisters Core Scanner Probe x8

Mit neuem Schiff und neuer Begeisterung zog ich wieder los, um New Eden zu erkunden und dabei hoffentlich ein paar ISK zu verdienen.

Nach ungefähr fünf Abenden hatte ich dann auch das Geld für die Astero (ca 150. Mio) wieder drin. Allerdings schien die Konkurrenz um die Sites zuzunehmen. Immer häufiger landete ich in Sites, die schon halb geplündert waren oder in denen gerade jemand dabei, war sie zu plündern. Auch mein Trick in der Sternenkarte nach Sonnensystemen mit wenig Aktivität zu suchen, funktionierte nicht mehr so gut wie zu Beginn meiner Explorer-Kariere. Allerdings hatte ich auch nie angenommen, dass ich der Einzige mit dieser Idee wäre.

Der Grund für die vielen neuen Konkurrenten befand sich in den Phoebe Patch Notes. CCP hatte eine neue Art von Data Site eingeführt: den Limited Sleeper Cache. Und da neue Dinge in einem 12 Jahre alten Spiel selten sind, wollten sich viele die Site ein mal anschauen.

Insgesamt habe ich auch vier der Sleeper-Lagerhäuser gefunden und ausgeräumt. Der Wert meiner Beute war dabei allerdings nur durchschnittlich. Ich hatte aber sehr viel Spaß am Austüfteln der Sites. Die Mechanismen waren noch nicht vollständig dokumentiert und so musste ich viel herumprobieren. In der ersten Site habe ich sogar mit drei anderen Piloten zusammengearbeitet, da wir alle nicht wussten, wie wir an die Beute in der gefährlichen Gaswolke kommen sollten.

Irgendwann waren aber alle Rätsel gelöst und es begannen die Wiederholungen. Und die wurden auch immer seltener. Mit der Ferienzeit stieg nach meinem Gefühl die Anzahl der Piloten, die sich mit Exploration im High Sec die Zeit vertreiben wollten. Kurz bevor ich selber für eine Woche Urlaub von New Eden machte, fand ich an zwei Abenden keine einzige Data oder Relic Site.

Als ich also nach den Feiertagen zurückkehrte, wollte ich wieder etwas Neues ausprobieren. Zwar sollte es weiterhin Exploration sein, aber dieses mal im Low oder Null Sec.

Dafür brauchte ich auch wieder ein neues Schiff. Das Fitting dafür hatte ich schon von einem befreundeten Piloten erhalten. Damit machte ich mich auf dem Weg nach Jita, um mir dieses mal eine Tengu zusammenzuschrauben.

tengu

Die Ausrüstung ist dafür ausgelegt, sich möglichst unentdeckt und schnell im Low und Null Sec bewegen zu können. Zu diesem Zweck ist das Schiff sehr beweglich, kann sich auch im Warp tarnen und kann nicht von sogenannten Bubbles aufgehalten werden. Alles in Allem eine sehr defensive Ausrichtung der Tengu.

[Tengu, Doran s Exploration Tengu]

Nanofiber Internal Structure II
Warp Core Stabilizer II

Large Shield Extender II
Adaptive Invulnerability Field II
EM Ward Amplifier II
Relic Analyzer II
Data Analyzer II
Cargo Scanner II
Experimental 10MN Microwarpdrive I

Sisters Core Probe Launcher, Core Scanner Probe I
Heavy Assault Missile Launcher II, Scourge Rage Heavy Assault Missile
Heavy Assault Missile Launcher II, Scourge Rage Heavy Assault Missile
Heavy Assault Missile Launcher II, Scourge Rage Heavy Assault Missile
Heavy Assault Missile Launcher II, Scourge Rage Heavy Assault Missile
Covert Ops Cloaking Device II

Medium Emission Scope Sharpener II
Medium Warhead Rigor Catalyst I

Tengu Propulsion – Interdiction Nullifier
Tengu Electronics – Emergent Locus Analyzer
Tengu Defensive – Amplification Node
Tengu Offensive – Covert Reconfiguration
Tengu Engineering – Augmented Capacitor Reservoir

Scourge Rage Heavy Assault Missile x236
Scourge Javelin Heavy Assault Missile x500

Diese Ausrüstung hat aber dafür gesorgt, dass ich mich recht sicher gefühlt habe. Das war am Anfang auch nötig, um mich als Carebear, der fünf Jahre nur im High Sec gelebt hat, dazu zu bewegen, mein Glück alleine im Low und Null Null zu versuchen.

Bei meinen ersten Ausflügen war ich dann auch dementsprechend angespannt. Ich hatte ständig die Augen auf dem Local und dem D-Scann. Und bei jedem Sprung in ein neues System hatte ich feuchte Hände. Das ließ zwar irgendwann nach, aber ich bin immer sehr vorsichtig geflogen. Ich habe nur in Sonnensystemen gescannt, in denen ich allein war. Sobald weitere Piloten auftauchten, habe ich mich getarnt und mir einen sicheres Fleckchen (Safespot) gesucht. Dadurch sind mir bestimmt ein paar ISK entgangen, aber ich wollte es ruhig angehen.

Nach einer Woche hatte ich das Geld für die Tengu (ca. 400 Mio.) wieder drin und ich wurde etwas mutiger. Immer tiefer traute ich mich ins Null und ich brach auch nicht mehr direkt einen Hack ab, wenn ein neuer Pilot im Local auftauchte. Die meisten waren sowieso nur auf der Durchreise.

Letzten Dienstag erscannte ich dann einen Superior Sleeper Cache. Diese Site war erst vor kurzem von CCP eingeführt worden und ich fand kaum Informationen darüber. Ich arbeitete mich durch die ersten zwei „Räume“ und sammelte dabei schon Loot im Wert von ca. 50 Mio. ISK ein. Durch das Umprogrammieren eines der Sprungtore gelangte ich in einen dritten, völlig leeren „Raum“. Nach kurzer Zeit erhielt ich die Nachricht, dass meine Sensoren etwas gefunden hatten. Es erschien ein Objekt im All vor mir, das sich offensichtlich hacken lies. Als ich in Reichweite war, erhielt ich eine weitere Nachricht.  Das Objekt vor mir schien eine Art Mine zu sein und man solle vorsichtig damit umgehen. Ich stoppte also meine Tengu und blieb in sicherem Abstand. Allerdings nah genug um den Hack zu versuchen. Dann ging alles sehr schnell. Der Hack misslang und das gesamte Minenfeld explodierte und meine Tengu gleich mit.

killmail

Der Ärger über den Verlust verflog recht schnell als ich in das Wrack schaute. Der Siters Core Probe Launcher, den ich immer von einem Exploration Schiff auf das nächste geschraubt hatte und der mir immer gute Dienste geleistet hat, hatte es überlebt.

Damit hatte ich eine neue Mission: Ich musste irgendwie die 14 Sprünge aus dem Null Sec rauskommen, ein neues Schiff besorgen und den Launcher retten.

Nach einer Stunde (ich hasse Bubbles) hatte ich das dann auch geschafft. Der Launcher, ich und ca. 60 Mio. in Modulen und Loot waren wieder im High Sec. Hier bleibe ich wohl auch erst mal. Aber ich bin mir sicher, dass ich schon bald wieder losziehen werde. Der Null Sec hat ein wenig von seinem Schrecken verloren und der High Sec wirkt jetzt noch etwas langweiliger. Vielleicht versuche ich ja als nächstes PVP? Naja, das wird wohl doch nicht so schnell passieren.

2 Kommentare

  1. Die CombatSites mache ich im HighSec mit meiner Astero. Je nach Bedarf kann ich die per Mobile Depot „mal eben“ umfitten (mehr Tank, + Relic/Data Analyzer). Das ist quasi die eierlegende Wollmilchsau 😀

    Bei den Sleeper Caches gibt es Schalter, die du hacken musst um die Verteidigungsmaßnahme ganz oder kurzfristig zu deaktivieren 🙂

    • Degestus Chene

      24. Januar 2015 at 0:18

      Auch wenn mich das 0.0 mit seinem Loot mehr lockt, versuch ich die eierlegende Wollmilchastero auch mal noch aus.

      Die Schalter im Limited und im Standard Sleeper Cache kannte ich auch schon. Nur leider war mir der Superior Sleeper Cache noch völlig unbekannt. Wenn ich mal wieder einen finde versuch ich vorher den Schalter für das Minenfeld zu finden.

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