Kolkrabe

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YC117.19 Komfortzone verlassen

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Die vielen Jahre als High Sec Carebear haben mich stark geprägt. Der Gedanke mein Schiff zu verlieren hält mich immer wieder davon ab, neue und vielleicht riskante Sachen auszuprobieren. Damit verbaue ich mir aber eine Menge Profit und auch Spaß. Diese Woche wurde mir das mal wieder besonders stark bewusst und ich habe mich gezwungen, meine Komfortzone (ein Bereich in dem man sich sicher fühlt und es bequem hat) zu verlassen.

 Ich hatte ja schon geschrieben, dass ich aktuell im Wurmloch meiner Corporation wohne und dass das Leben dort etwas anders als im High Sec abläuft. Es gibt viele Möglichkeiten, gut ISK zu verdienen und etwas zu erleben. Allerdings ist auch das Risiko höher, dabei sein Schiff und den Pod zu verlieren.

In den letzten Wochen war unsere Corporation sehr aktiv. Und wann immer ich konnte, habe ich mich an den Flotten beteiligt. Diese wurden von anderen Piloten immer bestens vorbereitet (Scannen der Ziele) und durchgeführt (FC). Ich musste mich nur noch dranhängen und bekam ISK und Unterhaltung ohne selbst großen Aufwand betreiben zu müssen.

Als dann diese Woche weniger Piloten aktiv waren und keine Flotten zustande kamen, stand ich mehrmals einfach nur an unserer POS herum und wusste nicht, was ich machen sollte. Auf eigene Faust los zu ziehen schien mir zu gefährlich und auch zu aufwendig. Darum verbrachte ich den Montag und den Dienstag hinter den sicheren Schutzschilden der POS und tat absolut nichts.

Als ich mich dann Dienstag Nacht von EVE Online abmeldete, wurde mir erst einmal bewusst, wie bescheuert das war. Ich hatte vier Stunden darauf gewartet, dass jemand online kommt und eine Flotte startet. Ich hatte vier Stunden lang den D-Scan beobachtet. Vier Stunden lang war nix passiert und es kam niemand durch unser Wurmloch. Ich hätte also problemlos die zwei Erzvorkommen abbauen oder die zwei Sleeper-Anomalien „befrieden“ können. Stattdessen habe ich mir die neue Animation des Schutzschildes angeschaut.

Und das nur, weil ich Angst hatte, meine Schiffe zu verlieren. Ein Schiff das ich problemlos ersetzen kann. Denn wie EVE’s goldene Regel es verlangt, fliege ich nichts, was ich nicht ersetzen kann. Und die Schiffe, die ich im Wurmloch fliege, könnte ich vermutlich zehn mal ersetzen. Es gibt also absolut keinen Grund sie nicht auch zu benutzen.

Als ich am Mittwoch also wieder alleine war bin ich einfach losgezogen. Ich hab die neuesten Signaturen ausgescannt, habe Erze abgebaut und Sleeper bekämpft. Und das alles völlig ungestört. Das hat mich soweit bestärkt, dass ich am Donnerstag sogar in ein bewohntes Nachbarwurmloch geflogen bin, um dort Gas abzubauen. Wieder ohne dass mir jemand hätte die Hand halten müssen. Inzwischen weiß ich auch nicht mehr, warum ich mich so schwer damit getan habe. Aber ich musste wohl einfach erstmal aus meiner Komfortzone raus. Belohnt wurde ich mit ISK, Spielspaß und ein klein wenig Adrenalin, theoretisch könnte ja immer was passieren. Außerdem konnten sich auch ein paar Piloten über meine Vorarbeit freuen und sich mal an mich dranhängen. Das war für die bestimmt auch mal eine schöne Abwechslung.

Für eine Stunde stand ich dann am Donnerstag doch noch mal wieder im Forcefield rum, um mir CCPs o7 Show anzuschauen.

In der Show hat CCP darüber informiert, dass sie jetzt offizieller Mitveranstalter des Spielertreffens EVEsterdam sind.  Darum habe ich heute auch direkt meine Karte dafür gekauft. Ich verbinde das ganze mit einem langen Wochenende in Zandvoort. Das liegt direkt am Meer und hat eine gute Bahnverbindung nach Amsterdam, sodass ich an den beiden Veranstaltungstagen gut zum Event komme, ohne mit dem Auto in Amsterdams Innenstadt fahren zu müssen (absoluter Horror für mich: Fahrräder überall und unglaubliche Parkgebühren).

Ein weiterer wichtiger Punkt in der o7 Show war der Hinweis auf die Spendenaktion PLEX for GOOD. Bei der sammelt CCP Spenden von Spielern in Form von PLEXen und wandelt diese in Spenden an das isländische Rote Kreuz um. Damit soll den Opfern der Erdbebenkatastrophe in Nepal geholfen werden. Details dazu findet ihr im deutschen Forenbeitrag.

Ich werde nächste Woche auf jeden Fall ein paar PLEXe spenden. Wer nicht so viele ISK hat um eine ganze PLEX zu spenden, dem biete ich an, mir auch kleinere Beträge zu schicken. Ich werde den Betrag aufstocken zu einer vollen PLEX und diese dann bis Freitag spenden.

Quelle: community.eveonline.com

Quelle: community.eveonline.com

Ich suche auch noch nach Ingame-Spenden-Events an denen ich teilnehmen kann. Wenn jemand einen Mining-, Incursion- oder Missionrunning-Event kennt, bei dem der Ertrag an PLEX for Good geht, dann schreibt mir doch bitte einen Kommentar.

4 Kommentare

  1. Glückwunsch zum neu entdeckten Mut!
    Wie wärs mit nem M4Nepal? Ich hau den Neovenator mal an.

    • Degestus Chene

      11. Mai 2015 at 11:34

      M4Nepal hört sich nach einer tollen Idee an. Mal sehen was das M4N-Team dazu sagt.

  2. Ich fand es auch interessant wie hoch die Hürde Carebear -> Spielspaß ist, bevor man sie überwunden hat, und wie lächerlich man sich danach vorkommt. Herzlichen Glückwunsch, und ich drück die Daumen für deine ersten FC-Versuche ^^

    Amsterdamer Innenstadt durfte ich vor drei Jahren mal ausprobieren, der Horror mit dem Auto, aber sehr entspannt mit (Außenparkplatz und) Bahn. Viel Spaß!

    • Degestus Chene

      11. Mai 2015 at 11:31

      FC-Versuch? Das wird noch ein wenig dauern. Aber wenn es soweit ist werde ich mit Sicherheit davon berichten.

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