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Diese Woche hatte ich mal wieder richtig viel Zeit für EVE Online. Und nach dem ich mich am Montag noch vom Gatecamp-Spielertreffen erholt habe, bin ich losgezogen und habe dort erlangtes Wissen gleich mal praktisch angewandt. Zusätzlich waren während des Wochenendes einige Skills „fertig“ geworden und ich konnte mal wieder zwei neue Schiffe fliegen.

Ich hatte ja schon geschrieben, dass es beim Catecamp nicht nur unterhaltsame Geschichten gab, sondern dass ich auch noch das ein oder andere dazu gelernt habe. So wusste ich zum Beispiel nicht, dass die Eskalationen von Kampfanomalien im High-Sec direkt angewarpt werden können. Ich war immer der Meinung, man bekommt nur das Sonnensystem mitgeteilt und muss dann dort nach einer Anomalie scannen.

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Worm

Über Monate bin ich mit einem Alt im High-Sec Kampfanomalien abgeflogen und hatte nur darauf gehofft, dass am Ende ein Offizier der Piraten auftaucht und teuren Loot dabei hat. Wenn ich über eine Eskalation informiert wurde, habe ich diese einfach ignoriert, da ich der Meinung war, ich müsste diese ausscannen. Der Alt, mit dem ich unterwegs war, konnte nämlich nur gerade so seine Worm-Fregatte fliegen und hatte keinerlei Scan-Fähigkeiten.

Nachdem ich nun wusste, dass das ein Fehler war und mir in den letzten Monaten wohl einige Millionen ISK durch die Lappen gegangen waren, wollte ich das ganze am Dienstag gleich mal praktisch ausprobieren. Und da Degestus gerade im Wurmloch kein geeignetes Schiff zur Hand hatte, zog ich wieder mit dem Alt los.

Keine halbe Stunde später poppte auch schon die erste Info über eine Eskalation auf. In der folgenden Kampfanomalie hatte ich aber Probleme wie schon lange nicht mehr. Der Alt hatte einfach zu wenig Skill und die Worm hatte zu wenig Feuerkraft und Verteidigung für die Gegner in dem  Guristas Scout Außenposten.

Nach einem zähen halbstündigen Kampf, bei dem ich zwei Drohnen verloren habe, waren aber alle Gegner besiegt und ich konnte mich um den Loot kümmern. In einem Cargo-Container erwartete mich ein „Pithum C-Type Adaptive Invulnerability Field“ mit einem Wert von ca. 250 Mio. ISK. Der Kampf hatte sich also gelohnt. In den nächsten drei Stunden bekam ich noch drei weitere Eskalationen und sammelte Loot im Wert von ca. 100 Mio. ISK ein. Der Kampf in den Eskalationen blieb aber weiter sehr anstrengend und ich entschied mich, am nächsten Tag mit einem fähigeren Charakter und einem größeren Schiff wiederzukommen.

Cerberus

Cerberus

Also zog ich am Mittwoch mit Degestus in einem Cerberus-Kreuzer los, um endlich das große Geld zu verdienen. Fünf Stunden später hatte ich unzählige Kampfgebiete besucht und die Piraten dort abgeschossen. Genau ein einziges mal war der Kampf eskaliert. Der Loot dieser Eskalation war ungefähr 1,5 Mio. ISK wert. Schlagartig fühlte ich mich an Anfang und Ende meiner Exploration-Karriere erinnert. Auch dabei hatte ich am ersten Abend 600 Mio. ISK erbeutet, nur um in den anschließenden drei Wochen kein einziges wertvolles Modul mehr in die Finger zu bekommen. Die Zufälligkeit des Loots gefiel mir schon damals nicht und auch dieses mal fühlte es sich nach Zeitverschwendung an.

Am Donnerstag direkt nach dem Frühstück startete ich einen letzten Versuch. Wenn ich bis zur Down-Time nichts Wertvolles finden würde, wollte ich wieder zurück ins Wurmloch. Was ich dann auch gemacht habe, denn trotz dreier Eskalationen konnte ich nicht ein einziges wertvolles Modul bergen. Ich war mir sicher, dass mein Loot-Glück aufgebraucht war und sich erst einmal wieder regenerieren musste.

Flycatcher

Auf meinem Weg zurück ins Wurmloch bin ich aber noch kurz in Jita  vorbei geflogen und habe mir zwei neue Schiffe gekauft und ausgerüstet. Denn im Verlauf der letzten Woche hatte ich gelernt, wie man einen Interdictor und einen Heavy Interdictor fliegt. Als Caldari habe ich mir also eine Flycatcher und eine Onyx (Bild ganz oben) besorgt. Die Flycatcher habe ich auch gleich mit ins Wurmloch genommen. Bis auf einen kurzen Probeflug hat sie dort aber noch keine PvP-Action gesehen.

Der Samstag und Sonntag waren relativ ruhig und ich hatte Zeit, mir die ersten Runden des Alliance Tournament 2015 anzusehen. Leider werden die Kämpfe an den ersten beiden Wochenenden nicht von CCP-Mitarbeitern kommentiert. Durch die fehlenden Infos konnte ich nur schwer nachvollziehen, was auf dem Schlachtfeld geschah. Die Einblendungen und Statistiken helfen zwar ein wenig, das Geschehen zu interpretieren, aber so richtig wusste ich nicht, was passiert. Nach einem kurzen Hilferuf auf Twitter schickte mir aber CCP Karkur zwei Links zu Spieler-Streams, die das #ATXIII kommentierten.

Die Spieler machten ihre Sache als Kommentatoren gut und ich verstand besser, warum die Kämpfe so liefen wie sie liefen. Das machte das Zuschauen wesentlich interessanter, weil ich so wieder etwas über die Schiffe, Taktiken und PvP lernen konnte.

Und so habe ich diese Woche wieder ein paar Wissenslücken füllen können. Auch nach über sechs Jahren komme ich mir in manchen Situation immer noch vor wie ein Noob. Aber es wäre ja auch irgendwie langweilig, wenn man schon alles wüsste.

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