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YC117.44 – G-Fleet: Camp Zero

G-Fleet Camp Zero

Ich fand es immer schade, dass es in Deutschland keine Spielertreffen gab wie in anderen Ländern. Zwar gab es immer schon Stammtisch-, Corp- oder Allianztreffen aber nichts in der Art wie EVEsterdam oder EVE Nottingham. Glücklicherweise gibt es aber Leute, die sich nicht nur wünschen, dass sich etwas ändert, sondern selber aktiv werden. Jetzt war es endlich so weit: Am vergangenen Wochenende (30. – 31.10.) fand in Düsseldorf das Camp Zero der G-Fleet statt.

Von dem Event hatte ich zum ersten Mal bei einem Spielerstammtisch in Köln gehört und war seitdem sehr gespannt darauf. Die Organisatoren hatten einiges vor: ein mehrtägiges Spielertreffen mit Vorträgen, Gewinnspielen und Party. So etwas hatte ich mir für die deutschen Spieler immer gewünscht.

Einen der Organisatoren, Tairon Usaro, hatte ich bei EVE Cologne im April kennengelernt, wo er seine Pläne für das Camp Zero vorstellte. Im Juni entdeckte ich den Termin dann auf der Seite evemeet.net und kaufte im Juli mein Ticket. Beim diesjährigen EVEsterdam traf ich Tairon wieder und war froh zu hören, dass die Vorbereitungen für das Event gut vorankamen.

Am Freitag den 30.10. war es dann endlich so weit. Um 17:00 Uhr öffnete das G-Fleet: Camp Zero die Tore. Die Location, die Bar 95 in Düsseldorf war für mich mit öffentlichen Verkehrsmitteln (ich habe immer noch Strukturschaden am rechten Arm) gut zu erreichen.

G-Fleet Camp Zero Eingang

Quelle: g-fleet.de

Bei der Anmeldung bekam ich mein Goody Bag mit Namensschild, T-Shirt, Ansteckbuttons, Losen und jeder Menge Gutscheine überreicht. Neben dem coolen T-Shirt-Motiv (yayyy eine Raven) fiel mir besonders der Gutschein von der Glücksspielseite iwantisk.com auf. Eine Billion ISK für jeden Teilnehmer fand ich wirklich sehr großzügig.

G-Fleet Goody Bag

Inhalt des Goody Bag

Bei meiner ersten Runde durch die Bar entdeckte ich einen ehemaligen EMSI-Piloten, der damals auch meinen Unfall beim Gatecamp miterlebt hatte und jetzt lachen musste, als er mich schon wieder mit dem rechten Arm in der Schlinge sah. Er hatte schon eine der speziell für Camp Zero etikettierten Bierflaschen in der Hand, die die Brauerei Frankenheim gesponsert hatte.

G-Fleet Bier

EVE Biere, Quelle: g-fleet.de

Ich holte mir auch etwas zu trinken und mischte mich unter die anderen Spieler. Wie so oft bei solchen Treffen kamen die Teilnehmer aus allen Teilen New Edens. Von High- bis Null-Sec war alles vertreten und auch Wurmlochbewohner gab es reichlich. Genau so vielseitig waren auch die Spielweisen der einzelnen Leute. Egal ob Piraten, Industrielle oder Carebears, alle hatten interessante Geschichten zu erzählen. Spannend fand ich vor allem ein Gespräch mit Rischwa Amatin, der mir von der Entwicklung seines Informations-Tools Pirate’s Little Helper berichtete.

Während sich alle gut unterhielten wurde das Buffet eröffnet und man konnte sich noch mal stärken, bevor dann 20 Uhr CCP Phantom seine Präsentation über die geplanten Neuerungen für die Winter-Saison 2015 hielt. In der Präsentation stellte er die geplanten Änderungen an den Capital-Schiffen vor und gab einen Ausblick auf die neuen Zitadellen. Auch die neue Server-Hardware bei CCP und die 13 neuen Schiffe im Spiel sprach er an. Nach seiner Präsentation wurde CCP Phantom dann von etlichen Spielern umringt, die Fragen und bestimmt auch einige Anmerkungen zu dem eben Gesehenen hatten.

CCP Phantom

CCP Phantom, Quelle: g-fleet.de

Die Stimmung war gut und es wurde sich angeregt unterhalten. Das G-Fleet Team sorgte mit Musik, Spielen (Bier Pong) und Wettbewerben (Fregatten Turnier) für zusätzlichen Spaß. Ich trat um 22 Uhr den Heimweg an, erfuhr aber am nächsten Tag, dass wohl noch bis 2:00 Uhr nachts gefeiert wurde.

Als ich am Samstag um 10:00 Uhr wieder in Düsseldorf ankam, war es auffällig ruhig im Vergleich zum letzten Abend. Einige Teilnehmer sahen aus, als hätten sie nicht sehr viel Schlaf bekommen. Am Frühstücksbuffet mit belegten Brötchen und Kaffee wurden dann aber alle langsam wieder munter. Ich selbst nutzte die Gelegenheit für ein Gespräch mit CCP Phantom, der gerade mal nicht von Spielern umzingelt war.

Die erste Präsentation des Tages hielt Danny GENSA über die Verbindungen zwischen DUST 514 und EVE Online. Darin erklärte er die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Spiele und wie sie sich gegenseitig beeinflussen. Im Anschluss lud er alle Teilnehmer in einen Nebenraum ein, in dem acht Playstations aufgebaut waren, an denen man selbst einmal DUST 514 spielen konnte. Dabei war er sehr geduldig mit den Kapselpiloten und erklärte ihnen alles zur Steuerung, Ausrüstung und Verhalten auf dem Schlachtfeld.

DUST 514

DUST 514 im Nebenraum, Quelle: g-fleet.de

Der zweiten Vortrag war eine echte Überraschung für mich. Unter dem Titel „EVE & Citizen Science“ konnte ich mir nicht wirklich etwas vorstellen. Darin berichtete der Wissenschaftler Attila Szantner aber von einem Projekt, dass es EVE-Spielern bald möglich macht, im Spiel menschliche Zellen zu klassifizieren und damit der realen Wissenschaft zu helfen. Das Projekt scheint schon sehr weit fortgeschritten zu sein und Attila zeigte erste Screenshots aus dem EVE-Client. Außerdem deutete er auch eine Einbindung des Projekts in die Hintergrundgeschichte von New Eden und mögliche Belohnungen durch die Sisters Of EVE an. Ich war von der Idee, meinen „Leerlauf“ in EVE Online für so ein Projekt einsetzen zu können, total begeistert und hoffe, dass es bald damit losgeht.

Nach einer Pause erzählte Louisa Aldent in seinem Vortrag „High-Sec-Kriege &  der Spaß dabei“ von seinem Leben als High-Sec-Söldner und sorgte damit für viele Lacher. Er zeigte sehr gut den Unterschied zwischen Söldnern und Gankern und erläuterte die Gründe für High-Sec-Kriege. In der sich anschließenden Fragerunde zeigten einige Kapselpiloten Interesse daran, ihn und seine Söldner-Kollegen in nächster Zeit einmal für den ein oder anderen Job zu engagieren.

Den Vortrag von Gnaeus Grassus „Leben als Spacetrucker“ hatte ich auf Englisch schon mal 2014 beim EVEsterdam Spielertreffen gehört. Allerdings fand ich es auch dieses Mal wieder gut, wie der selbsternannte Spacetrucker der Logistik-Corporation Red Frog sich bei den Gankern für ihre Arbeit bedankte. Denn ohne Ganker würden wohl viel mehr Leute ihre Waren selbst durch New Eden fliegen und die Spacetrucker wären arbeitslos.

Teilnehmer Camp Zero

Teilnehmer Camp Zero, Quelle: g-fleet.de

Bevor die Stuhlreihen für das Abendessen und die anschließende Party umgestellt wurden, gab es noch einmal Gelegenheit, CCP Phantom mit Fragen zu den bevorstehenden Änderungen zu löchern. Dabei zeigte sich aber, dass es für viele Fragen einfach noch keine Antworten gab, da sich die meisten Dinge (Capitals, Zitadellen, neue Schiffe) noch in der Entwicklung befinden und ihre endgültigen Attribute noch nicht feststehen. CCP Phantom gab aber sein Möglichstes, die Fragen zu beantworten und immer wieder darauf hinzuweisen, wie wichtig CCP das Feedback der Community ist. Darum bat er auch alle, ihre Fragen noch einmal in die entsprechenden Foren zu schreiben und dort auch konstruktive Rückmeldungen zu den Neuerungen zu geben.

Danach war es Zeit für das von Vielen schon heiß erwartete All-You-Can-Eat-Currywurst-Buffet. Dabei wurde, oft mit vollem Mund, über das an dem Tag Gesehene gesprochen. Ich spekulierte zum Beispiel mit einem anderen Teilnehmer über die Möglichkeiten des Citizen Science Projektes. Ich mochte die Idee, dass vielleicht irgendwann eine Schlagzeile lauten könnte: „Weltraumpiraten entdecken Mittel gegen Krebs“. Satt von Currywurst und Pommes und zufrieden mit der Welt entschloss ich mich dann noch an dem DUST 514-Turnier teilzunehmen. Dort schaffte ich es irgendwie, mich auf den dritten Platz zu „kämpfen“. Danach war aber nicht mehr viel mit mir los. Gegen 22:00 Uhr verabschiedete ich mich bei den verschiedenen Leuten, die ich an den beiden Tagen kennengelernt hatte und trat den Heimweg an.

Das G-Fleet: Camp Zero war ein super EVE-Event. Die Vorträge haben mir alle sehr gut gefallen und ich fand es klasse, dass die Veranstalter es geschafft haben, CCP Phantom für die Veranstaltung zu gewinnen. Überhaupt finde ich die Leistung des G-Fleet-Teams beeindruckend. Es muss ein riesen Aufwand gewesen sein, all die Sponsoren aufzutreiben, die Technik für das DUST 514-Turnier zu besorgen und die Verpflegung für fast 100 Leute zu organisieren. Dazu dann noch die vielen Extras wie zum Beispiel die tollen Gewinnspielpreise (Bücher, Rifter-Modell, handgezeichnete EVE-Schlachtschiffe). Wirklich toll.

G-Fleet-Team

G-Fleet-Team, Quelle: g-fleet.de

Ich würde mich freuen, wenn es 2016 wieder ein G-Fleet Camp gibt. Ich wäre auf jeden Fall wieder dabei. 7o

1 Kommentar

  1. Vielen lieben Dank für Deinen Bericht. Nachdem ich diesen gelesen habe, wünschte ich mir ebenfalls dabei gewesen zu sein.

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