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YC118.01 – Erst mal kein EVE: Valkyrie

Kolkrabe EVE Valkyrie

In meinem letzten Beitrag war ich mir noch sicher, dass ich mir die Oculus Rift sobald wie möglich vorbestellen würde. Ich war ganz versessen darauf, EVE: Valkyrie und andere Virtual Reality Spiele bei mir zu Hause zocken zu können. Auch die Aussicht darauf, 360-Grad- oder 3D-Filme mit der Brille gucken zu können, hat mich gereizt. Leider wird daraus aber erst ein mal nichts.

Am Montag kam endlich die Nachricht, auf die ich schon so lange gewartet hatte. Die Endkundenversion der Oculus Rift sollte ab Mittwoch, den 06.01.2016 vorbestellbar sein. Auf der Webseite des Herstellers wurde dafür ein Countdown angezeigt. Sobald dieser abgelaufen war, sollte es endlich los gehen.

48 Stunden Countdown, Quelle: oculus.com

48 Stunden Countdown, Quelle: oculus.com

Die zweitägige Wartezeit nutzte ich, um nach neuen Komponenten für meinen PC zu suchen. Um den Mindestanforderungen der Rift zu entsprechen, brauchte ich eigentlich einen komplett neuen PC. Nur das Gehäuse, das Netzteil und meine Festplatten würde ich weiter benutzen können. Das aktuellste Bauteil in meinem PC war meine Grafikkarte (Radeon 7950) und auch die war schon wieder drei Jahre alt. Bei meiner Suche nach neuen Komponenten musste ich leider feststellen, dass die von mir so gern verbauten AMD-Prozessoren leider nicht mehr wirklich konkurrenzfähig waren. Seit mehr als 15 Jahren würde ich wohl mal wieder zu einer CPU von Intel greifen müssen. Und eventuell würde ich auch gleich noch von Radeon-Grafikkarten zu einer von GeForce wechseln. Beides würde die Kosten für die Aufrüstung deutlich erhöhen. Statt der anfangs eingeplanten 800€ würden es wohl eher 1200€ werden. Vielleicht auch nur 1000€, wenn ich auf Schnickschnack verzichten würde. Aber zu dem Zeitpunkt war ich noch bereit auch den höheren Preis zu bezahlen.

Am Mittwoch Abend wartete ich dann gespannt am Computer, bis der Countdown abgelaufen war. Kurz danach passierte erst einmal nichts. Der Webshop von Oculus war von den vielen Anfragen wohl überlastet und die Seite blieb leer. Nach dem ich die Seite einige Male aktualisiert hatte, kam aber der wahre Schock. Der Preis der Oculus betrug $599, deutlich mehr als die $400, mit denen ich gerechnet hatte. Das musste ich erst einmal verdauen. Um meinen Traum nicht direkt aufgeben zu müssen, wollte ich aber noch schauen, was $599 in Euro bedeutet. Fast 550€ waren immer noch viel Geld, aber wenn ich bei der Aufrüstung ein wenig sparen würde (eine dumme Idee), würde das sicher gehen.  Mit einem nicht mehr ganz so euphorischen Gefühl klickte ich mich weiter durch den Bestellvorgang. Nachdem ich meine deutsche Versandadresse angegeben hatte, änderte sich der Preis. Inklusive Versand und Steuern betrug der neue Preis 741€. Das war zuviel. Ich brach den Bestellvorgang ab.

$59900 Oculus Rift

Ein Kommafehler im Online Shop machte die Oculus Rift noch teurer: $59900

Computerspiele sind mein größtes Hobby. Ich verbringe sehr viel Zeit damit und habe dabei sehr viel Spaß. Andere Leute geben für Ihre Hobbies deutlich mehr Geld aus als ich für Spiele. Aber für die Aufrüstung meines PCs und die Oculus Rift müsste ich fast 2000€ ausgeben. Und das ist es mir im Moment nicht wert. Die Oculus Rift ist eine komplexe, brandneue Technik. Erfahrungsgemäß stecken bei so etwas in den ersten Geräten oft noch kleinere Fehler oder Mängel. Diese werden dann zwar bei den Nachfolgegeräten schnell behoben, aber das nützt den Käufern der ersten Generation nicht wirklich etwas (Ich war damals einer der Ersten, die ein Android Smartphone gekauft haben – schon nach kurzer Zeit gab es keine Updates mehr für mein tolles Motorola Milestone.). Ich habe mich jetzt jedenfalls dazu entschlossen, die Rift nicht vorzubestellen und auch nach den ersten Auslieferungen noch ein paar Monate zu warten. Ich möchte erst einmal schauen, wie die Reaktionen der Vorbesteller ausfallen und ob es vielleicht  Probleme mit den Geräten gibt.

eve valkyrie founder's pack

EVE: Valkyrie Founder’s Pack inklusive 2500 Gold (?), Quelle: evevalkyrie.com

Eine weitere Sache, die mich zurückhält, ist EVE: Valkyrie selbst. Ich bin sehr gespannt auf das Spiel und freue mich darauf, aber ich weiß nicht, ob es wirklich etwas für mich ist. Ich habe es noch nie länger als 15 Minuten am Stück gespielt und weiß gar nicht, wie gut ich die ganze Virtual-Reality-Geschichte vertrage. Dazu kommt, dass es ein sogenannter Lobby Shooter ist, der praktisch nur aus Gefechten gegen andere Spieler besteht. Dabei geht um Schnelligkeit und Reflexe. Als einzige PVE-Komponente gibt es wohl nur drei Missionen, in denen man die Bedienung des Spiels lernt. Alles in allem klingt das eigentlich nicht nach einem Spiel für mich. Es sieht aber cool aus und hat etwas mit EVE zu tun, darum will ich es unbedingt ausprobieren. Andererseits, vielleicht ist es auch hier besser, erst einmal Anderen den Vortritt zu lassen und zu sehen was, sie dazu sagen.

Die Oculus Rift ist ein tolle Stück Technik. Mit Blick auf die verbauten Komponenten (Displays, Sensoren) ist der Preis auch sicherlich angemessen. Leider ist die Brille aber auch nur eine Art High-Tech-Bildschirm und benötigt noch einen High-Tech-PC. Dazu kommt, dass die Anforderungen auf der Seite von Oculus nur die Mindestanforderungen sind. Will man Spiele wie EVE: Valkyrie mit allen Details spielen, braucht man sogar noch etwas mehr Leistung.

Mindestanforderungen
Grafikkarte: NVIDIA GTX 970 / AMD R9 290 oder besser
CPU: Intel i5-4590 oder besser
Speicher:  8GB+ RAM
Video Ausgang: HDMI 1.3 video output
USB Anschlüsse: 3x USB 3.0 ports plus 1x USB 2.0 port
Betriebssystem: Windows 7 SP1 64 bit or newer

Ich werde jetzt auf jeden Fall erst noch etwas Zeit vergehen lassen. Nach dem Fanfest schaue mal nach, was mein Kontostand zu einer Aufrüstung meines PCs sagt. Und nachdem die ersten Vorbesteller ihre Geräte bekommen und die ersten Kämpfe in EVE: Valkyrie geflogen wurden, werde ich mir deren Kommentare durchlesen und genau überlegen, ob ich nicht auf die zweite Generation der Brille warten soll.

Ich habe die Hoffnung, dass in der Zwischenzeit die Preise für die PC-Komponenten noch etwas sinken. Vielleicht finden deutsche Händler ja auch noch einen Weg, die Rift hierzulande für weniger als 741€  zu verkaufen.

Es wird also noch eine ganze Weile dauern, bis es hier etwas über EVE: Valkyrie zu lesen gibt. Tut mir leid, wenn ich falsche Erwartungen geweckt haben sollte. o7

7 Kommentare

  1. Hoi Degestus,

    sehr verständliche Reaktion. Ich war auch kurz davor, mir eine Brille zu bestellen. Und mein PC ist aktuell, d.h. ich hätte „nur“ die Brille zu bezahlen. Aber der Preis für so ein „Gimmick“, und mehr ist es für mich aktuell nicht, ist einfach zu hoch. Ich warte auch erst einmal ab =). Mal sehen, wer dann als erstes von uns beiden zuschlägt…

    Fly Safe

    Po Laris

    • Degestus Chene

      11. Januar 2016 at 15:34

      Ich habe ja die Hoffnung dass die VR-Brillen irgendwann mehr als nur ein Gimmick sein könnten. Aber das muss sich erst noch zeigen.

  2. Mir ging es auch so. Neue Grafikkarte und CPU mussten her und dann noch die Brille. Insgesamt um die 1600 Euro. Ich werde vermutlich auch erstmal die zweite Generation abwarten und zwischenzeitlich den PC aufrüsten.

    • Degestus Chene

      11. Januar 2016 at 15:36

      Nur so aus Neugier: Welche Grafikkarte und CPU willst du dir holen?

    • Geplant ist ein i7-5820 da mein i5 nicht ausreichend ist. Als Grafikkarte liebäugle ich mit einer msi gtx 980 … Wahrscheinlich wird es aber eine kleinere. Msi gtx 970

  3. Weis hier jemand, ob mein i7-2700k hier ausreichen würde?

    • Degestus Chene

      12. Januar 2016 at 8:01

      Auf dieser Benchmark-Seite wird deine CPU etwas höher bewertet als der geforderte i5-4590.

      Auf der Seite von Oculus gibt es aber auch ein kleines Programm was das eigene System auf seine Tauglichkeit überprüft. Am besten lädst du dir das mal runter.

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