EVE Online Marauder Golem

Seit letzter Woche treibe ich mich mal wieder im High-Sec herum. Den letzten Epic Arc hatte ich vor drei Monaten beendet und konnte nach dieser Wartezeit die Missionen für alle vier Fraktionen wiederholen. Dieses Mal aber nicht wegen des Ansehens bei den Fraktionen,  sondern um zu sehen, wie viel ISK ich verdienen kann und wie lange es dauert.

Der Auftakt zu meiner aktuellen Runde der Epic Arc war erst einmal etwas ernüchternd. Von meinem Heimatsystem aus waren es 34 Sprünge bis zu dem Agenten, der die erste Mission vergibt. Mit meiner voll beladenen Golem machte ich mich aber trotzdem auf den Weg. Im Hangar hatte ich jede Menge Munition, eine Mobile Tractor Unit, ein Mobile Depot, ein Shuttle und eine Auswahl verschiedener Module.

Da ich erst recht spät am Montagabend aufgebrochen war, war ich bei meiner Ankunft zu müde, um die Missionen zu beginnen und verschob das auf den nächsten Tag. Am Dienstag und Mittwoch arbeitete ich mich dann aber gewohnt routiniert durch die Missionen. Nach etwas mehr als fünf Stunden waren alle Missionen erledigt und ich durfte mich über zehn RSS Core Scanner Probes freuen (geschätzter Wert 190 Millionen ISK). Durch die Kopfgelder der abgeschossenen Piraten und Missionsbelohnungen habe ich 160 Millionen ISK verdient. Von den ca. 40 Millionen ISK für Loot und Salvage habe ich nur die Hälfte mitgenommen. Der Abtransport der restlichen Beute hätte einfach zu lange gedauert und sich nicht gelohnt. Aus dem gleichen Grund habe ich auch in vier Missionen darauf verzichtet, alle feindlichen Schiffe abzuschießen und habe nur das Missionsziel erfüllt. Dadurch habe ich zwar etwas Geld verloren, aber dafür einiges an Zeit gespart.

Ich war übrigens froh, dass ich am Mittwoch einfach in meine Golem steigen und losfliegen konnte. Denn an dem Tag wurde der neueste Patch verteilt, mit dem sich die Eigenschaften vieler Module änderten. Da ist es so manchem Kapselpiloten passiert, dass er abgedockt ist und erst im Gefecht merkte, dass einige seiner Module abgeschaltet waren. Durch die Veränderung der Module war einfach nicht mehr genug Strom oder Rechenleistung auf den Schiffen vorhanden um sie alle zu aktivieren.

Auf meinem Rückflug vom Epic Arc in mein Heimatsystem vertrieb ich mir die Zeit mit einer anderen Neuerung, die mit dem Patch in das Spiel kam. Das Project Discovery ist ein neues Minigame, mit dem Kapselpiloten die reale Wissenschaft unterstützen.

Project Discovery Benutzeroberfläche, Quelle: eveonline.com/discovery

Project Discovery Benutzeroberfläche, Quelle: eveonline.com/discovery

Durch das Zuordnen von Bildern hilft man dabei, Zellen zu klassifizieren und damit die menschliche DNA besser zu verstehen. Als Belohnung erhält man ISK und Forschungspunkte, die man bei den Sisters Of EVE gegen Items eintauschen kann. Das Minigame ist eine schöne Möglichkeit, sich die Zeit auf einem langen Flug zu vertreiben. Und auch Pausen oder Wartezeiten, wie sie in EVE Online schon mal vorkommen können, kann man damit sinnvoll überbrücken.

Am Freitag überraschte mich der Postbote mit einem Paket. Darin war das Buch Empires of EVE von Andrew Groen. Ich hatte es bestellt, nachdem ich seinen Vortrag bei EVEsterdam gehört hatte und davon völlig begeistert war. Auch wenn mich normalerweise das Null-Sec und die dortige Politik nicht besonders interessieren, so finde ich das Buch doch sehr spannend. Ich habe es noch nicht zu Ende gelesen, aber die Schreibweise und die Illustrationen gefallen mir schon mal sehr gut. Besonders die Einleitung finde ich gelungen, denn sie ist dazu geeignet, selbst bei Nicht-EVE-Spielern Interesse für das Thema zu wecken und diese in unsere Spielewelt einzuführen. Die danach folgenden Berichte über die Auseinandersetzungen im Null-Sec und die beteiligten Allianzen sind unterhaltsam geschrieben. Sobald ich das Buch zu Ende gelesen habe, werde ich noch einmal ausführlicher davon berichten.

Empires Of EVE

Wahre Geschichte aus einer virtuellen Welt

Am Samstag bin ich noch über eine nette kleine News gestolpert. EVE: Gunjack, das bisher nur auf der Samsung Gear VR verfügbar war, soll zukünftig auch auf der Oculus Rift und er HTC Vive laufen. Bei mir wird es immer noch ein paar Monate dauern, bis ich meinen Rechner für die Rift oder Vive fit machen kann. Aber wenigstens brauche ich jetzt nicht noch zusätzlich das Samsung Headset um alle EVE-Spiele zocken zu können. Außerdem bestärkt das meine Hoffnung, dass EVE: Valkyrie vielleicht auch mit der HTC Vive funktionieren wird. Die gefällt mir nämlich im Moment etwas besser als die Rift. Allerdings basiert meine Vorliebe nur auf den technischen Vorabinformationen die ich gelesen habe. Richtig getestet habe ich noch keins der Geräte. Vielleicht bekomme ich ja beim Fanfest wieder etwas Zeit mit der Rift.