EVE Online Guristas Ferox Battlecruiser

Wenn ich in New Eden unterwegs bin, habe ich gern ein Ziel. Ich mache mir dann einen hübschen kleinen Plan, wie ich es erreichen kann und arbeite diesen dann ab. Oft passiert es aber, dass EVE Online meine Pläne absolut egal sind und ich sie aus unterschiedlichsten Gründen nicht umsetzen kann. Der letzte Freitag war wieder einer dieser Tage. Am Ende lief es aber besser als  ich es hätte planen können.

Mein Plan war es, einen Monat im High-Sec zu bleiben und in der Zeit die Epic Arc Missionen der vier Hauptfraktionen zu fliegen. Dabei wollte ich dieses Mal ganz genau darauf achten, wie viel Zeit ich brauche und wie viele ISK ich verdiene. Eine Kriegserklärung gegen meine Allianz sorgte aber dafür, dass ich während der ganzen Woche im High-Sec nichts machen konnte/wollte.

EVE Online Golem Marauder

Diese Woche bekam die Golem keinen Auslauf

Ich überbrückte die Zeit mit Project Discovery und anderen Charakteren, die entweder nicht in der Allianz oder nicht im High-Sec waren. Dabei hatte ich immer die Hoffnung, dass der Krieg wieder einmal vorzeitig aufgehoben wird und ich doch noch meinen Plan umsetzen könnte. Dieses Mal war es aber leider nicht so. Es kam sogar noch dicker und am Freitag flatterte uns eine zweite Kriegserklärung ins Haus. Diese kam wohl sogar von jemandem, der tatsächlich aktiv Jagd auf seine Kriegsgegner macht. Und dem wollte ich definitiv nicht meine Golem zum Abschuss präsentieren, denn das wäre für mich gleich doppelt teuer geworden. In der Allianz gibt es nämlich den Brauch, dass derjenige, der während eines Kriegs selbstverschuldet abgeschossen wird, den Gegenwert des Kills in die Kaffeekasse der eigenen Corporation zahlen muss. Und das musste ja nun nicht sein.

Also sprang ich am Freitag in einen Clon, den ich für das Wurmlochleben benutze und machte mich auf den Heimweg. Natürlich lag der nächste Eingang zum Wurmloch nicht in der Nähe, sondern 26 Sprünge entfernt. Und zwar 26 Sprünge durch den High-Sec. Zwar war ich in einem Bomber unterwegs, aber ich behielt trotzdem in jedem System den lokalen Chat-Kanal im Auge. Ich wollte mir einfach nicht die Blöße geben und in einem High-Sec-Krieg abgeschossen werden.

Während des Fluges wurde meine Laune immer schlechter. Ich wäre viel lieber meinem Plan gefolgt und hätte mich durch die Missionen der Epic Arcs gearbeitet. Statt dessen musste ich so einem blöden High-Sec-Krieg aus dem Weg gehen und dafür durch halb New Eden fliegen (Übertreibung bedingt durch schlechte Laune). Als ich endlich im Zielsystem ankam, stellte ich fest, dass noch niemand den Eingang in das Wurmloch markiert hatte. Also musste ich mit einem zweiten Charakter „vor die Tür kommen“, um meine Reise endlich zu beenden.

Während ich also darauf wartete, dass der zweite Charakter mir den Weg weist, schaute ich kurz auf das Übersichtsfenster. Dort entdeckte ich fünf Leuchtfeuer für die Guristas Detention Facilities. Diese Kampfgebiete waren Teil des neuesten Events und ganz neu in New Eden.

Das Video zum Event hatte ich mir zwar schon angeschaut, aber direkt wieder vergessen. Im High-Sec waren die Kampfgebiete der letzten Events immer völlig überlaufen und außerdem war ja Krieg. Im Wurmloch waren diese Gebiete eher selten und die wirklich gute Beute (Gecko Drohnen) gibt es dieses Mal nur im Low-Sec (Transportation Facilities). Aber warum waren hier, im High-Sec, noch fünf Leuchtfeuer? Sicher war doch schon jemand dabei die Guristas um ihrer Beute zu erleichtern. Ein kurzer Blick auf den D-Scan verriet mir, dass die restlichen fünf Piloten, die ich im lokalen Chat-Kanal sah, in Bergbauschiffen saßen. Schlagartig wurde meine Laune wieder besser.

Im Wurmloch wechselte ich schnell in eine Tengu (mit Kanonen auf Spatzen schießen) und kehrte in den High-Sec zurück. Wie auch bei früheren Events waren die Guristas keine ernsthafte Gefahr. Trotzdem dauerte es ein bisschen, bis ich mich durch die 15 Fregatten, 15 Kreuzer und einen Schlachtkreuzer in jedem Kampfgebiet gearbeitet hatte. Während der ganzen Zeit waren nur die gleichen fünf Kapselpiloten mit mir im System.

 

EVE Online Guristas Ferox Battlecruiser

Die Ferox ist der „Endgegner“ der Detention Facilities

Als ich das vierte Kampfgebiet beendet hatte, ging mir die Munition aus. Glücklicherweise hatte ich in den vorherigen Gebieten passende Raketen von den Guristas erbeutet und schickte diese jetzt postwendend an die Piraten zurück. Das muss ein blödes Gefühl sein, wenn man von Raketen aus der eigenen Fabrik abgeschossen wird.

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Die Beute, die dabei gemacht habe, ist nicht besonders wertvoll. Guristas-Munition, Guristas-Jacken, Guristas-Bantam-SKINs, Quafe Zero und ein Item (Compact TEBS Interfaces), das man wohl später  irgendwo abgeben kann. Reich werde ich damit zwar nicht, aber ich war trotzdem froh, dass ich die neuen Gebiete gleich am ersten Tag so ungestört erledigen konnte.

EVE Online hat mir an dem Abend mal wieder einen Strich durch meinen Plan gemacht, aber dafür etwas Neues und Unerwartetes geboten. Wenn immer alles nach Plan liefe, wäre das zwar bequem, aber auch irgendwie langweilig. o7