EVE Online Support Cruiser Oneiros

Diese Woche hatte ich endlich mal wieder genügend Zeit für EVE Online. Dabei bin ich am Anfang der Woche zu meinen Wurzeln zurückgekehrt und habe im High Sec ein paar Missionen angenommen. Am Donnerstag gab es PvP-Action im Null-Sec und am Freitag war ich in Hamburg um meine Vorbereitungen für EVE: Valkyrie weiter voranzubringen.

Nachdem ich letzte Woche von meiner Unfähigkeit beim PvP etwas gefrustet war, bin ich in mein altes Mission Hub zurückgekehrt, um etwas zu tun, von dem ich mehr Ahnung habe und das mir immer wieder Spaß macht: Level 4 Missionen fliegen. Anders als anfangs gedacht musste ich das aber nicht im Alleingang machen. Ein befreundeter Kapselpilot machte sich auf den weiten Weg zu mir, damit wir mal wieder zusammen etwas unternehmen konnten. Nachdem ich ihm meinen treuen Kolkraben übergeben hatte, arbeiteten wir uns zwei Abende lang durch die verschiedenen Missionen. Mit der Raven Navy Issue und der Golem dauerte zwar der Flug von Mission zu Mission immer unerträglich lang, aber dafür ging alles ganz schnell, wenn wir erst ein mal unsere Gegner anvisiert hatten.

die Gegener haben der Golem nur wenig entgegenzusetzen

Die Gegner haben der Golem nur wenig entgegenzusetzen

Die beiden Abende haben mir richtig Spaß gemacht und sie erinnerten mich an meine ersten Jahre in New Eden. Damals bin ich mit bis zu vier befreundeten Piloten eine Mission nach der anderen geflogen. Wir haben die ganze Zeit im Teamspeak miteinander gequatscht und darüber diskutiert, was wir als nächstes skillen sollten. Gleichzeitig freuten wir uns über die Millionen von ISK auf unseren Konten und mahlten uns aus, für welches Schiff wir sie wieder ausgeben würden. Damals träumte ich von einer Golem, die zu der Zeit für mich aber noch völlig unbezahlbar war.

Auf die ISK habe ich diese Woche beim Missionrunning nicht geschaut. Da kenne ich inzwischen bessere Wege um Geld zu verdienen. Es ging mir einfach nur darum, mal wieder etwas zu tun, das mir Spaß macht. Und mit einer Golem durch Missionen zu pflügen war da genau das Richtige. Es tat auch mal wieder gut im Teamspeak entspannt über Bob und die Welt quatschen zu können.

Am Donnerstag war es dann vorbei mit dem entspannten PvE und lockerem Gequatsche. Statt dessen habe ich mich freiwillig zum PvP-Wehrdienst gemeldet und versucht, den Kommandos im Teamspeak zu folgen. Eine Zitadelle der befreundeten V.e.G.A. Allianz  wurde angegriffen und Mitglieder des G-Blocks hatten vor, bei der Verteidigung zu helfen. Zu diesem Zweck sprang ich in einen PvP-Klon (keine Implantate) und stellte mit Freude fest, dass ich schon im Startsystem der geplanten Flotte war. Leider fiel mir auch wieder ein, wozu ich den Klon das letzte Mal genutzt hatte: Bei dem damaligen Versuch, eine POS der Allianz The Initiative abzureißen, hatten wir böse was auf die Nase bekommen und dabei auch einige Dreadnoughts verloren. The Initiative waren auch dieses Mal wieder unsere Gegner.

Etwa eine Stunde bevor die Action los gehen sollte, waren so langsam alle vor Ort, die bei der Verteidigung helfen wollten. Über 80 Piloten warteten auf der Station darauf, dass es los ging, mussten aber zuvor noch mit Schiffen versorgt werden. Diese wurden freundlicherweise von V.e.G.A. zur Verfügung gestellt. Dadurch war die Flotte relativ gut strukturiert und nicht so wild zusammengewürfelt wie manch andere. Als bei der Verteilung der Schiffe klar wurde, dass noch Logi-Piloten gebraucht wurden, sprang ich über meinen Schatten und lies mir eine Oneiros geben.

Als alle Piloten in ihren Schiffen saßen und die restlichen Flottenvorbereitungen abgeschlossen waren, rauschte die feindliche Flotte durch das Sonnensystem. Sie waren schon auf dem Weg zur Zitadelle, was für uns das Zeichen war, auch endlich loszufliegen. Die Zitadelle würde einige Zeit ohne uns durchhalten, aber allzu lange sollten wir nicht mehr warten. Wir flogen unserem Gegner aber nicht direkt hinterher, sondern ließen uns per Jump-Bridge von einem Erebus Titan auf eine eine taktisch günstige Position teleportieren. Nach einem weiteren kurzen Warp waren die Gegner in Reichweite und der Kampf begann.

EVE Online PvP Fight

Oneiros im Schlachtgetümmel

Anfangs hatte ich kein gutes Gefühl, denn bei zu vielen Schiffen kamen meine Reparaturversuche einfach zu spät an und ich sah sie nur noch explodieren. Der FC machte aber die ganze Zeit einen großartigen Job, sagte souverän immer neue Ziele an und behielt den Überblick. Dann gelang es uns Logistik-Piloten immer besser, unsere Flottenkameraden zu retten. Gleichzeitig wurde die Liste der Gegner immer kürzer. Die, die noch da waren, zogen sich schließlich auch vom Schlachtfeld zurück und im lokalen Chat wurden GFs (Good Fight) ausgetauscht (hier der Killreport).

Trotz unseren zahlenmäßigen Überlegenheit war ich mir nicht sicher, ob wir den Kampf gewinnen würden. Die Gegner schienen die besseren Schiffe und die erfahreneren Piloten zu haben. Umso stolzer war ich, dass unser bunter Haufen es hinbekommen hatte und dass ich als Logi-Pilot dazu auch wirklich einen Beitrag leisten konnte. So kann sich PvP also auch anfühlen. Das war wirklich mal eine schöne Abwechslung zu meinen üblichen PvP-Erfahrungen.

EVE Online Oneiros and Astrahus

Mission erfüllt: Zitadelle gerettet

Am Freitag machte ich mich im echten Leben auf die Reise wegen etwas, das nur entfernt mit EVE Online zu tun hat. Ich fuhr nach Hamburg, um dort im Showroom der VR-Nerds endlich mal ausführlich die beiden VR-Brillen Oculus Rift und HTC Vive zu testen. Ich hatte den Showroom für drei Stunden gebucht, um auf Basis meiner Erfahrungen dort meine Kaufentscheidung zu treffen. Denn entgegen meiner ursprünglichen Schätzungen wird das Thema VR für mich doch deutlich teurer. Da wollte ich nicht nach einem Bauchgefühl entscheiden, ob VR etwas für mich ist und welche der beiden Brillen ich kaufe. Und vier mal zehn Minuten EVE: Valkyrie bei verschiedenen Spielertreffen reichen für so eine Entscheidung nicht.

Leider bin ich in Hamburg aber kein bisschen schlauer geworden. Die VR-Nerds hatten meinen Termin nämlich vergessen und waren alle ausgeflogen, so dass ich am Freitag vor einem leeren Büro stand und niemanden per Telefon oder E-Mail erreichen konnte. Zum Glück war das Testen der VR-Brillen nicht das Einzige was ich in Hamburg vorhatte und ich habe kurzerhand die anderen Aktivitäten vorgezogen und etwas ausgedehnt.

Inzwischen wurden meine E-Mails und Anrufversuche auch entdeckt und die VR-Nerds haben sich aufrichtig bei mir für den geplatzten Termin entschuldigt. Sie haben mir angeboten, auf ihre Kosten noch einmal nach Hamburg zu kommen und meine Testrunde nachzuholen. Wahrscheinlich werde ich dieses Angebot annehmen, denn ich weiß ja leider immer noch nicht, ob ich VR vertrage oder welche der beiden Brillen besser zu mir passt. Es dauert also noch etwas länger bis ich EVE: Valkyrie zocken kann. o7